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Einstieg Abi Messe

Für alle, die Interesse am dualen Studium haben, aber sich noch nicht auf eine Fachrichtung einrichten können, Unternehmen suchen oder bei konkreten Unternehmen nachfragen möchten, eignet sich die Einstieg Abi Messe perfekt!

Ich schreibe das, weil sie am 6. und 7. Mai in Karlsruhe stattfindet und das Wochenende darauf in Frankfurt am Main und daher vielleicht die Leser aus dem Umkreis interessieren könnte - oftmals gibt die Schule den Schülern auch freitags frei, um dorthin zu gehen, manche Klassen machen einen Ausflug auf die Messe.

Solltet ihr dort sein: stellt Fragen, dafür stehen die Leute immerhin an den Ständen.

Hier findet ihr die Messen-Übersicht.

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2.4 Vorstellungsgespräch Teil 2

Was ziehe ich nur an?
Die Kleidung ist einer der Faktoren, die den ersten Eindruck prägen. Gerade im Vorstellungsgespräch kann es nicht schaden, sich so gut wie möglich zu präsentieren. Wieder gilt: bleibt natürlich.
Bei Berufen in der Bankwirtschaft bietet sich sehr förmliche Kleidung an: Männer im Anzug, Frauen im Kostüm. In anderen Bereichen sollte es nicht ganz so genau zugehen, aber trotzdem hat der Anzugträger dem Mitbewerber im Pullover meist etwas voraus.
Es gilt: dem Berufswunsch angemessen, lieber etwas feiner anziehen als nötig.

Das Auftreten
Vermutlich werdet ihr nervös sein, aber wichtig ist, dass man es euch nicht auf den ersten Blick ansieht.
Bei meinem ersten Vorstellungsgespräch konnte ich die Hände absolut nicht stillhalten, was vermutlich der Hauptgrund war, mir eine Absage zu geben.
Das ideale Bewerberbild ist das eines entspannten, offenen, freundlichen, fachkundigen Menschen. Um euch vorzubereiten könnt ihr auch zu Hause mit Freunden oder Familie die möglichen Fragen mehrmals durchgehen, oder ihr erzählt euch vor dem Spiegel eure Stärken und Schwächen. Seid auf jeden Fall selbstbewusst und zeigt, dass ihr genau der oder die Richtige für diesen Job seid.

Bei vielen (wie auch mir) ist eine wichtige Frage: wohin mit den Händen?
Legt sie locker auf die Oberschenkel oder den Tisch, ebenso könnt ihr sie verschränken oder ineinander legen. Versteckt sie nicht unter der Tischplatte oder in den Hosentaschen und sucht nicht nach ständiger Beschäftigung.

Jedes Vorstellungsgespräch ist anders
Es gibt immer sehr unterschiedliche Möglichkeiten für den Verlauf der Gespräche, hier eine Auswahl, was passieren könnte:

Personaler:

  • sucht aktiv nach euren Fehlern und nach Gründen, euch nicht einzustellen
  • möchte bloß ein entspanntes Gespräch und euch kennenlernen
Mitbewerber:
  • das Gespräch führt ihr allein mit 2-3 Mitarbeitern der Firma
  • es werden noch mehrere andere Bewerber gleichzeitig interviewt (eines meiner Gespräche fand mit drei anderen statt)
Sprachen:
  • während des Gesprächs wechselt euer Gesprächspartner z.B. ins Englische (kann bei größeren, international agierenden Unternehmen vorkommen)
  • ihr unterhaltet euch ausschließlich auf Deutsch

Was passiert danach?
Ob ihr eine Zusage oder Absage erhaltet, erfahrt ihr meist gleich im Anschluss an das Gespräch, oder aber wenige Tage später schriftlich.
Bei einer Absage nehmt ihr etwas sehr wichtiges mit: Erfahrung und mehr Sicherheit im nächsten Gespräch.
Bei einer Zusage kommt der nächste Schritt: das Assessment Center. (manche Unternehmen unterbreiten auch schon nach dem Gespräch einen Vertrag, andere haben kein Gespräch sondern nur das AC.) Darum wird es im nächsten Beitrag gehen.

Zum Übersichtspost 'Erste Schritte' geht es hier.

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2.4 Vorstellungsgespräch Teil 1: Vorbereitung

Von manchen Unternehmen wird der Schritt des Einstellungstests gleich übersprungen, manche haben schon das Vorstellungsgespräch aus ihrer Reihe gestrichen. In den meisten Unternehmen ist es allerdings noch fester Bestandteil des Bewerbungsverfahrens.

Ihr habt nun also eure Einladung erhalten. In dem entsprechenden Brief wird euch Datum, Zeit und Ort genannt. Passt euch der Tag nicht, meldet euch sofort bei der Firma und legt einen neuen Termin fest. Solltet ihr nicht teilnehmen wollen, schickt auf jeden Fall eine Absage.

Aus der Sicht der Firma
Für euren (vielleicht) zukünftigen Arbeitgeber ist das Vorstellungsgespräch eine wichtige Möglichkeit, euch kennenzulernen. Es müssen viele Aspekte betrachtet werden.
Hat der Bewerber die fachliche Eignung?
Wie geht er mit Menschen um?
Würde er gut in das Team passen?
Das Vorstellungsgespräch ist nicht nur für euch wichtig und die meisten Firmen werden versuchen, euch kennenzulernen, um euch besser einschätzen zu können.

Wie bereite ich mich vor?
Bewerbungsgespräche sind firmenabhängig sehr unterschiedlich. Bei manchen Firmen kann es vorkommen, dass ihr mit sehr detaillierten Fragen über ihre Produkte, Marktposition und Geschichte konfrontiert werdet. 
Es bietet sich auf jeden Fall an, sich noch einmal mit der Firma, bei der man sich beworben hat, auseinanderzusetzen. Was interessiert euch an der Arbeitsstelle, was an dem Unternehmen? Was sind ihre wichtigsten Produkte oder ihr Alleinstellungsmerkmal? Gibt es vielleicht sogar Fragen, die ihr den Mitarbeitern stellen wollt? Sowas zeigt immer Interesse und Initiative.

Außerdem ist es wichtig, sich auf Fragen vorzubereiten, die typischerweise in Bewerbungsgesprächen gestellt werden.

  • Was sind deine größten Stärken/Schwächen?
  • Wie arbeitest du unter Stress?
  • Warum hast du dich bei unserem Unternehmen beworben?
Auf dieser Seite findet ihr viele solcher Fragen und wie ihr darauf antworten könnt, ein weiterer Fragenkatalog findet sich hier.
Es ist wichtig, dass ihr natürlich bleibt, aber euch auch nicht zu schlecht darstellt. Oft wird auch angeraten, eigentliche Stärken als Schwächen auszugeben. ("Ich bin ungeduldig und kann unerledigte Arbeit einfach nicht rumliegen lassen, sondern muss sie einfach machen.") 
Überlegt euch genau, was ihr bei Stärken und Schwächen angeben wollt.

Im nächsten Blogpost werde ich darauf eingehen, wie ihr euch verhalten und kleiden könnt und was nach dem Gespräch passiert.

Zum Übersichtspost 'Erste Schritte' geht es hier.

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2.3 Einstellungstest

Ihr habt die Bewerbungen abgeschickt und langsam trudeln die Reaktionen ein: Absagen oder Einladungen. Letzteres vermutlich für einen Einstellungstest.
Wollt ihr ein Duales Studium, so führt fast nichts an dieser Abfolge vorbei: Bewerbung, Test, Gespräch, Assessment Center.

Habt ihr eine Einladung für den Einstellungstest erhalten und ihr könnt ihn nicht wahrnehmen, dann teilt das dem Unternehmen mit. Auch eine Teilnahmebestätigung kommt gut an und kann noch letzte offene Fragen klären.

Die Fragen
Zum Üben von Bewerbungstests gibt es dutzende Internetseiten, nach einiger Recherche empfehle ich diese sehr ausführliche Seitesowie einige andere. So etwas wie 'zu viel Vorbereitung' kann es schließlich gar nicht geben.  
Die Fragen decken meist viele Teilbereiche ab, so kommt zumeist ein umfangreicher Mathematik-Teil, Allgemeinwissen, Deutsch, Logik, evtl. auch Englisch. Bei manchen Unternehmen werden auch fachspezifische Fragen gestellt, Bankanwärter sollten sich also mit Wirtschaftsfragen auskennen, Informatiker mit grundlegenden IT-Strukturen, Gerätschaften, Namenskürzeln, etc.

Ablauf
Ihr werdet euch vermutlich mit einer ganzen Reihe anderer gleichaltriger Bewerber, evtl für andere Studienrichtung am besagten Tag einfinden (20-40 Leute sind üblich). Dann empfangen euch ein oder mehrere Mitarbeiter und ihr kommt in den Prüfungsraum.
Der Test kann entweder am PC oder klassisch mit Zettel und Stift erfolgen. Manche Tests gehen über mehrere Stunden und die einzelnen Teilbereiche sind zeitlich sehr knapp bemessen. Bei anderen Tests könnt ihr euch so viel Zeit nehmen, wie ihr wollt. Genaueres werdet ihr meist erst vor Ort erfahren.

Danach
Bei den meisten Tests ist es üblich, einige Tage später zu erfahren, ob man bestanden und den nächsten Bewerbungsschritt erreicht hat. Hier gilt wieder: Däumchen drehen. Habt ihr bestanden, dann folgt das Vorstellungsgespräch, der Termin wird euch meist gleich in dem Brief mitgeteilt, der auch das Bestehen des Tests verkündet.
Ich habe es allerdings auch schon erlebt, dass Einstellungstest und Vorstellungsgespräch am gleichen Tag stattfinden - dies ist für die Unternehmen kompakter und spart Zeit, ist für die Bewerber aber sehr anstrengend.
Manche Unternehmen gestalten gar mehrtägige Events, auf denen zum Teil auch gleich noch das Assessment Center hinterher veranstaltet wird. Die Informationen dazu werden allerdings in den Einladungen zum Test festgehalten, es kommen also keine Überraschungen auf euch zu.


Wichtig
  • klärt vorher ab, ob Taschenrechner erlaubt sind
  • genug Stifte mitnehmen
  • nicht selbst unter Druck setzen

Zum Übersichtspost 'Erste Schritte' geht es hier.

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    2.1 Wahl des Betriebes

    Beim BA-Studium sucht ihr euch nicht die Berufsakademie aus, sondern einen Ausbildungsbetrieb. Dieser immatrikuliert euch dann, ohne Betrieb kein Studium an der BA. 
    Um einen passenden Betrieb zu finden gibt es mehrere Möglichkeiten.


    1. Internet
    Sucht im Internet nach Betrieben, die duale Ausbildung für eure gewählte Studienrichtung anbieten. 
    Die HWR Berlin hat auf ihrer Website eine Liste von Ausbildungsbetrieben zu verschiedenen Studiengängen veröffentlicht (z.B. Bank, Industrie, Immobilien, Maschinenbau, etc.). Es gibt auch ähnliche Übersichten anderer Berufsakademien. 
    Scheut euch auch nicht davor, bei Marktführern nachzusehen, viele große Firmen haben die Förderung von BA-Studenten bereits für sich entdeckt. 
    Ihr solltet also nicht nur direkt über die Seite der Berufsakademie suchen, sondern einfach mal nach dem gewünschten Studiengang und Studienort googlen. Auf den Websites der Betriebe findet ihr meistens auch Angaben zur Bewerbung - eingeschickt oder online, was wird benötigt, an wen soll es gehen, etc. Diese Dinge sind wichtig und sollten beachtet werden.


    2. Messen
    Ich hatte selbst schon das Vergnügen, für mein Unternehmen auf einer Messe Interessenten informieren zu dürfen. Es hat wirklich Spaß gemacht, aber auch gezeigt, dass viele Jugendliche noch gar nicht wissen, worauf sie sich dabei einlassen würden.
    Wenn ihr also offene Fragen habt und die gerne vor Ort geklärt haben wollt, dann ist eine Abi-Messe optimal. Dort sind viele Leute aus der Praxis, die nur allzu gern von ihrem Alltag erzählen. 
    Natürlich wird man euch nicht ohne Nachfrage von den vielleicht negativen Aspekten des Studiums erzählen. Es sollen schließlich auch Leute gelockt und nicht abgeschreckt werden. Doch wenn ihr direkt fragt, was aus Sicht der Beteiligten z.B. in der Berufsakademie besser gemacht werden könnte, werdet ihr garantiert ehrliche, sinnvolle Antworten erhalten. 
    Auf solchen Messen stellt sich eine Vielzahl von Betrieben vor und wer Interesse hat, findet garantiert schon eine kleine Auswahl solcher, die infrage kommen können.


    3. Sonstige
    Nicht im Internet und nicht auf einer Messe? Wie dann?
    Zum Beispiel indem ihr in diesem Betrieb schon vorher gearbeitet habt, beispielsweise eure Ausbildung dort gemacht und nun weiter dort arbeiten wollt, aber auch gern die Zusatzqualifikation des Bachelors erhalten wollt. 'Nichts leichter als das' wäre zwar eine Lüge, aber(!) es geht.
    Hierbei müsst ihr euren Betrieb auffordern, sich bei der entsprechenden Berufsakademie einen Studienplatz für euch zu sichern (wie erwähnt immatrikuliert die Firma euch). Die BA hat dann einige Auflagen, die euer Betrieb erfüllen muss - diese unterscheiden sich je nach Berufsakademie. Auf Nachfrage sind sie allerdings zu erfahren. Und dann steht euch nichts mehr im Wege.
    Dieser Weg ist mit mehr Bürokratie verbunden, aber man spart sich den kompletten Bewerbungsstress.


    Die Vorauswahl der möglichen Betriebe solltet ihr euch noch nicht zu schwer machen: überlegt, an welchen Standort ihr gern möchtet, ob ihr gern in eine bekannte Firma wollt und was euch sonst wichtig wäre.
    Es ist kein Problem, eine Menge Bewerbungen zu verschicken  - solange ihr auch bereit seid zu den entsprechenden Terminen zu fahren, bzw. gewissenhaft und rechtzeitig abzusagen, wenn ihr es euch anders überlegt. Es ist schließlich auch möglich, dass einige Firmen erst sehr spät oder gar nicht antworten.




    Zum Übersichtspost geht es hier.

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    2. Erste Schritte

    In den folgenden Postings möchte ich euch schrittweise durch den Weg zu einem Dualen Studium führen.

    Geplante Blogposts in diesem Bereich:

    Solltet ihr Wünsche für zusätzliche Punkte haben, immer her damit!

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    1.4 Übernahmechancen

    Als besonderer Vorteil am dualen Studium wird oft betont, dass Betriebe, die BA-Studenten ausbilden diese auch meist übernehmen, denn sonst wären diese ja ungenutzte Investitionen. 

    Ihr solltet euch allerdings nicht auf die faule Haut legen und mit diesem Wissen im Hinterkopf meinen, der Arbeitsplatz sei euch sicher. Manche Betriebe koppeln die Übernahme mit Bedingungen (z.B. ein Mindestschnitt von 3,0), über die ihr euch bald klarwerden solltet. Natürlich steht man auch im Konkurrenzkampf mit den Mit-Studenten aus dem gleichen Jahrgang aus dem eigenen Betrieb - steht es um die eigenen Noten nicht optimal, sinken die Übernahmechancen im Vergleich zu den anderen, denn man sollte sich nicht darauf verlassen, nach drei Jahren eine Stelle sicher zu haben.

    In drei Jahren kann im Betrieb viel passieren, besonders in wirtschaftlich unruhigen Zeiten, bei Umstrukturierung oder Fusionen, die die Ausbildungsstelle tangieren. 

    Im Gegensatz dazu gibt es auch Betriebe, die nur für den Eigenbedarf ausbilden. Hier kann ich wieder die Agentur für Arbeit als Beispiel heranziehen: wer das Studium erfolgreich(!) abschließt, wird auch übernommen.
    Manche Firmen koppeln den Ausbildungsvertrag auch gleich damit, die BA-Studenten danach noch für ein Jahr an sich zu binden

    Generell würde ich empfehlen, sich schon vorher zu informieren. Es gibt Messen, auf denen man sich die Betriebe im Vorhinein ansehen kann, auch der Tag der offenen Tür der Berufsakademie macht sich da sehr gut, weil sie dort viele Betriebe besonders in Hinsicht auf das Duale Studium vorstellen. Sollte euch das duale Studium in der entsprechenden Firma wirklich interessieren, dann fragt alles, was euch interessiert! Dazu sollte auch die Übernahmechance gehören. (Ich war bei der Einstieg Abi Messe dabei und finde es im Nachhinein auch nicht allzu verwerflich, nach dem Gehalt zu fragen, es zeigt ja nur, dass ihr Vergleiche ziehen wollt. Seid nicht zu schüchtern, tatsächlich direkt nachzufragen.)

    Vorteil --- Weniger Leistungsdruck im Studium
    Nachteil --- Sind manchmal nicht zu 100% gegeben.

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    1.3 Praxiserfahrung

    Dieser Punkt ist meiner Meinung nach einer der wichtigsten, denn oft verliert man im regulären Studium beim Credits-Rechnen und dem vielen Stress mit Modulen und Tutorien aus den Augen, wohin man am Ende genau kommt. Nämlich in eine Firma, in der man sein Wissen anwendet.

    Im BA-Studium wechseln sich Theorie- und Praxis-Phasen ab, meist im 3-Monats-Rhythmus. (Es gibt auch Systeme, in denen es einen 4-Monats-Rhythmus mit Trimestern gibt) Pro Jahr sind also sechs Monate Praxisphase angesetzt. (Urlaub, Feiertage, etc. lasse ich außenvor)

    Nach drei Jahren Studium hat man demnach bereits eineinhalb Jahre gearbeitet. Bei einer Übernahme oder dem Wechsel in einen neuen Betrieb kann diese Erfahrung nur von Vorteil sein. Außerdem hat man bereits erste Kontakte in seiner eigenen Branche knüpfen können. Die Arbeitswochen sind meist auf 37 bis 40 Stunden pro Woche angesetzt (nur wenige Betriebe stellen BA-Studenten halbtags ein). Das heißt im Durchschnitt acht Stunden je Tag. Bei vielen gibt es bereits Gleitzeit (meist noch mit Kernzeiten), man kann seine Arbeitszeit also selbständig verteilen, sollte aber auf Wünsche aus der Abteilung eingehen.

    Ihr solltet im Hinterkopf behalten, dass ihr damit dann keine Semesterferien mehr habt. Wenn also eure Freunde beginnen, für die Klausuren in der vorlesungsfreien Zeit zu lernen und (meistens) viel Freizeit zu haben, geht ihr arbeiten, jeden Tag, ausgenommen vom Urlaub. Ihr solltet also nicht zu sehr an der persönlichen Freizeit hängen, denn die wird auf jeden Fall kürzer kommen. Standardargument dazu: "Wir bekommen ja Geld." ;-)


    Vorteil --- Der Berufseinstieg nach dem Abschluss des Studiums ist kein Neuanfang. Brancheninterne Kontakte.
    Nachteil --- Ihr habt keine Semesterferien sondern 25-30 Urlaubstage im Jahr. Ihr habt also weniger Freizeit. (hierzu später mehr)

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    1.2 Verknüpfung von Theorie und Praxis

    Klingt super. Vor allem, wenn man das in Bewerbungsgesprächen sagt. Doch was heißt es jetzt genau, dass Theorie und Praxis zusammengebracht werden?

    In der Theorie bedeutet es, dass ihr im Studium drei Monate lang Dinge lernt, die man gut auf die Praxis beziehen kann und dass ihr dann im Betrieb die gelernten Sachen anwendet.
    Wie gesagt, das klingt alles wirklich toll. Ist nur leider selten der Fall. (Im Besonderen kann ich hierbei natürlich für die Studienrichtung Informatik sprechen.)

    Die Betriebe haben ihre eigenen Systeme, Applikationen, Programme, Vorgänge, Workflows, und die Gegebenheiten in den Unternehmen sind so unterschiedlich, dass im Studium nicht auf alle vorbereitet werden kann. Auch eure Arbeitssituation wird sich selten an euren Unterricht anpassen.
    Was ich damit sagen will: was ihr im Unterricht lernt hat durchaus Praxisbezug und ihr werdet vieles definitiv brauchen, nur vielleicht nicht sofort im Betrieb, sondern eben erst Wochen oder Monate später. Andersrum werdet ihr auch im Betrieb viel lernen, eventuell bevor es im Studium zur Sprache kommt.

    Vorteil --- Ihr lernt praxisbezogene Dinge...
    Nachteil --- ...werdet sie aber nicht 1:1 anwenden.

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    1.1 Vergütung im Dualen Studium

    Fangen wir gleich mit einem der wichtigsten Punkte an, der für viele schon Motivation genug ist, ein Duales Studium anzupeilen: das Geld.
    Es ist allgemein üblich, dass der Ausbildungsbetrieb den BA-Studenten (BA steht für Berufsakademie) eine Ausbildungsvergütung zahlt, und zwar das ganze Jahr hindurch und nicht nur während der Praxisphasen. Die Höhe wird von den Betrieben selbst festgelegt und es ist nicht unüblich, sie nach jedem Jahr etwas zu erhöhen. Auch über zusätzliche Vergütungen (Weihnachtsgeld, zusätzliche Zahlungen, etc.) zum Gehalt bestimmt der Betrieb. Die Gehälter liegen im Schnitt bei 600 - 1200 € brutto.
    Manche Betriebe (die Agentur für Arbeit beispielsweise) zahlen auch weit mehr, enthalten sind dann aber einberechnete Kosten für Zweitwohnung, mehr Fahrten, etc. weil Berufsakademie und Ausbildungsstelle in unterschiedlichen Städten liegen.
    Ebenso übernehmen manche Betriebe die anfallenden Studiengebühren (oder Verwaltungskosten) komplett.

    Mit einem Dualen Studium habt ihr also ein monatliches Einkommen und seid bei klugem Wirtschaften nicht von zusätzlichen Zahlungen aus dem Elternhaus abhängig. Bei den BA-Studenten, die weiter bei ihren Eltern wohnen, ist es großteils üblich, nun auch einen Anteil des Gehalts an die Eltern abzugeben. 
    Wer sich für eine eigene Wohnung oder Wohngemeinschaft entschließt, wird, wenn er es selbst wünscht, auf keinen Zuschuss von den Eltern angewiesen sein.

    Ein Nachteil dabei kann die damit wachsende Verantwortung sein. Das mag jetzt so einfach klingen, aber von nun an müsst (beziehungsweise solltet - für manche wird das immer noch von Mama geregelt) ihr euch um die Korrespondenz mit der Krankenkasse kümmern und vielleicht sogar umziehen, was noch mehr Verantwortung nach sich zieht: Miete zahlen, Strom anmelden, Einrichten, Nebenkostenabrechnungen kontrollieren, etc. etc. 


     Also zusammengefasst:
    Vorteile --- Finanzielle Unabhängigkeit, geregeltes Einkommen, Entlastung der Eltern
    Nachteile --- Man muss lernen, Verantwortung zu übernehmen