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Einstieg Abi Messe

Für alle, die Interesse am dualen Studium haben, aber sich noch nicht auf eine Fachrichtung einrichten können, Unternehmen suchen oder bei konkreten Unternehmen nachfragen möchten, eignet sich die Einstieg Abi Messe perfekt!

Ich schreibe das, weil sie am 6. und 7. Mai in Karlsruhe stattfindet und das Wochenende darauf in Frankfurt am Main und daher vielleicht die Leser aus dem Umkreis interessieren könnte - oftmals gibt die Schule den Schülern auch freitags frei, um dorthin zu gehen, manche Klassen machen einen Ausflug auf die Messe.

Solltet ihr dort sein: stellt Fragen, dafür stehen die Leute immerhin an den Ständen.

Hier findet ihr die Messen-Übersicht.

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2.2 Bewerbung Teil 2: Das Anschreiben

In einem Anschreiben stellt ihr euch einem Unternehmen vor, erklärt, warum ihr ausgerechnet in dieser Firma arbeiten wollt und warum ihr besonders geeignet für die Stelle seid.


Das Anschreiben sollte nicht mehr als eine A4-Seite füllen, einseitig beschrieben und in einer lesbaren Schriftgröße/-art gehalten sein. Wählt lieber eine traditionellere Schriftart (Arial, Times New Roman).


Die Form dieses Dokuments ist größtenteils vorgeschrieben:

  • rechts oder links oben die eigenen Kontaktdaten
  • links oben die Anschrift des Empfängers
  • rechtsbündig das Datum
  • optional: über der Anrede könnt ihr einen Betreff/ ein Thema für euer Schreiben benennen
  • Anrede
  • Einleitung, Hauptteil, Schlussteil
  • Verabschiedung
  • Name (darüber Unterschrift)


Betreff/Thema
Ist zu empfehlen, kann aber auch weggelassen werden. Es sollte nur ein kurzer Stichpunkt sein wie ‚Bewerbung für ein Duales Studium der Fachrichtung … in Ihrem Betrieb‘ oder noch kürzer.
Dieses Thema hilft dem Empfänger, eure Einsendung zuzuordnen, erleichtert ihm also die Arbeit und schafft somit schonmal keinen schlechten Eindruck.


Anrede
Standard-Anrede, wenn ihr keinen Ansprechpartner im Betrieb kennt, lautet:
Sehr geehrte Damen und Herren,


Klingt zu unpersönlich? Dann hopp, ans Telefon oder ins Netz, und versucht, einen Namen zu erhalten, an den die Bewerbungen im Endeffekt gehen. Ihr könnt in der Firma anrufen und euch erkundigen, an wen ihr die Bewerbung schicken sollt – ich würde allerdings nicht empfehlen, nur dafür anzurufen. Es spricht allerdings nicht dagegen, anzurufen und auch weitere Fragen zu klären, wenn man zum Beispiel keinen Bewerbungsschluss finden konnte oder mehr Informationen zu den zu versendenden Dokumenten benötigt.
Einen Ansprechpartner nennen zu können zeugt auf jeden Fall davon, dass ihr bereit seid, euch zu informieren. Ihr solltet allerdings die Priorität darauf nicht zu hoch legen – nur weil da ‚Sehr geehrter Herr Mustermann‘ steht, ist das längst keine Annahmegarantie.
(ich habe immer nur an die Damen und Herren geschrieben und trotzdem Antworten bekommen :> )


Einleitung
Hier erklärt ihr, warum ihr euch auf diese Stelle bewerbt und wie ihr eventuell darauf aufmerksam geworden seid. Solltet ihr vorher mit eurem Ansprechpartner bereits telefoniert haben, könnt ihr euch auch darauf beziehen.
Beispiele:
‚Hiermit möchte ich mich bei Ihnen für ein Duales Studium in der Fachrichtung x bewerben‘
‚Auf Ihrer Internetseite bin ich auf die Möglichkeit eines Dualen Studiums in Ihrem Betrieb aufmerksam geworden und übermittle Ihnen hiermit meine Bewerbungsunterlagen‘
‚Wie in unserem Telefonat vom 1.1.2012 besprochen sende ich Ihnen meine Bewerbung auf die Stelle als BA-Student der Fachrichtung x‘



Hauptteil
Wie seid ihr auf die Stelle aufmerksam geworden? Warum seid ihr dafür qualifiziert? Was interessiert euch an der Stelle?


Wenn ihr ersteres schon in der Einleitung oder dem Telefonat geklärt habt, lasst es weg.
Darauf folgen sollte eine Info über eure schulische Laufbahn, z.B. wann ihr euer Abi abgeschlossen habt oder haben werdet, eventuell so etwas wie FSJ, CSJ, Zivi, Wehrdienst, Ausbildung etc. erwähnen, wenn das Abi schon länger her ist.
Im nächsten Absatz erklärt ihr, warum ihr für die Stelle qualifiziert seid. Erwähnt hierbei z.B. außerschulische Interessen, Leistungskurse, durchlaufene Weiterbildungen/Ausbildung, verantwortungsvolle Positionen und was euch vielleicht sonst noch zum perfekten Bewerber für diese Stelle macht.


Es macht sich auch gut, unterzubringen, was euch von dem Betrieb überzeugt hat. War es das Engagement für die lokale Wirtschaft, eines ihrer Produkte, vielleicht auch eigene Erfahrungen mit der Firma oder ihren Produkten?
Es zeigt, dass ihr euch mit eurem zukünftigen Arbeitgeber auseinandergesetzt habt und nicht das gleiche Anschreiben an zehn Betriebe schickt.


Ich kann empfehlen, mal einen Blick auf diese Anschreibenbeispiele zu werfen. Stur abschreiben solltet ihr allerdings nicht.


Schlussteil / Verabschiedung


Schließt die Bewerbung hoffnungsvoll und positiv ab, Beispiele:
‚Für Rückfragen stehe ich Ihnen jederzeit zur Verfügung.‘
‚Ich freue mich darauf, Sie in einem persönlichen Gespräch von mir überzeugen zu können.‘
Danach kommt ‚Mit freundlichen Grüßen‘, zwei Zeilen freilassen und darunter euren eigenen Namen. Nach dem Ausdrucken unterschreibt ihr in diesen Freizeilen.
Hier und hier findet ihr ebenfalls gute Tipps zu Anschreiben.


No-Gos:
  • Unterschrift vergessen
  • unsauberes Papier nehmen
  • Rechtschreib-/Grammatikfehler
  • gleiches Anschreiben an alle schicken oder
  • ein Anschreiben aus Versehen an die falsche Firma beilegen
Was sonst in die Bewerbungsmappe gehört:
Lebenslauf, Zeugnisse, Urkunden über Fortbildungen. Ein Foto ist mittlerweile nicht mehr nötig, der Arbeitgeber soll ja Objektivität wahren können. Das Anschreiben kommt nicht in die Mappe sondern wird oben drauf gelegt.


Zum Übersichtspost 'Erste Schritte' geht es hier.

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2.2 Bewerbung Teil 1

Ihr habt euch also ein paar Betriebe rausgesucht – super. Jetzt kommt der nächste Schritt: die Bewerbung.
Was zuerst zu tun ist: informiert euch über die Website oder telefonisch bei der Wunschfirma, wie die Bewerbung eingeschickt werden soll und was sie beinhalten soll.

  • Online-Bewerbung
Die Onlinebewerbung läuft je nach Firma unterschiedlich. Oft befüllt man das Formular nur mit seinen Daten, gibt die Noten seiner letzten Zeugnisse ein, manchmal auch den angestrebten Schnitt (wenn man noch mitten im Abi ist) und natürlich eine Kontakt-Mailadresse.
Da man oft später trotzdem noch eine Bewerbungsmappe oder Zeugnisnachweise mitbringen muss, ist absolute Ehrlichkeit gefordert. Einem zukünftigen Arbeitgeber sofort mit einer Lüge (in Form aufgeschönter Noten) zu begegnen ist keine gute Grundlage, wenn ihr es auf eine Anstellung abgesehen habt.
  • Bewerbung auf dem Post-Weg
Hierbei bereitet ihr eine Bewerbungsmappe mitsamt individuellem Anschreiben vor (Infos zum Anschreiben hier) und schickt dieses per Post an das Unternehmen. Es wird davon abgeraten, Bewerbungen per Express oder Einschreiben zu versenden.
Hierbei macht es sich gut, sich im Vorhinein zu informieren, an welchen Mitarbeiter die Bewerbungen gehen, oft steht auch ein Ansprechpartner auf der Website, oder man ruft eben an. Denn kommt es über die normale Hauspost nur an eine Abteilung, läuft es unter Umständen länger durch das Unternehmen, als wenn ein konkreter Empfänger angegeben ist. Noch dazu zeigt es, dass ihr eure Hausaufgaben gemacht habt.
(Bei manchen Firmen ist der Ansprechpartner z.B. direkt auf der Website zu finden.)


Ist eure Bewerbung also weggeschickt, heißt es erst einmal warten. Manche Unternehmen reagieren sehr schnell (besonders bei Online-Bewerbungen) und schicken noch innerhalb der nächsten Woche Antworten raus, auf andere wartet man zum Teil Monate. Kommt euch die Wartezeit zu lange vor (mehr als 4 Wochen), könnt ihr anrufen und nachfragen, ob eure Bewerbung eingetroffen ist, aber ihr solltet auf keinen Fall drängeln. Auch Personaler haben zu tun und eure Bewerbung ist womöglich nicht die wichtigste Sache auf ihrem Tisch.

Im nächsten Blogpost folgen noch ein paar mehr Informationen zur Bewerbungsmappe und dem Anschreiben.

Zum Übersichtspost 'Erste Schritte' geht es hier.

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2.1 Wahl des Betriebes

Beim BA-Studium sucht ihr euch nicht die Berufsakademie aus, sondern einen Ausbildungsbetrieb. Dieser immatrikuliert euch dann, ohne Betrieb kein Studium an der BA. 
Um einen passenden Betrieb zu finden gibt es mehrere Möglichkeiten.


1. Internet
Sucht im Internet nach Betrieben, die duale Ausbildung für eure gewählte Studienrichtung anbieten. 
Die HWR Berlin hat auf ihrer Website eine Liste von Ausbildungsbetrieben zu verschiedenen Studiengängen veröffentlicht (z.B. Bank, Industrie, Immobilien, Maschinenbau, etc.). Es gibt auch ähnliche Übersichten anderer Berufsakademien. 
Scheut euch auch nicht davor, bei Marktführern nachzusehen, viele große Firmen haben die Förderung von BA-Studenten bereits für sich entdeckt. 
Ihr solltet also nicht nur direkt über die Seite der Berufsakademie suchen, sondern einfach mal nach dem gewünschten Studiengang und Studienort googlen. Auf den Websites der Betriebe findet ihr meistens auch Angaben zur Bewerbung - eingeschickt oder online, was wird benötigt, an wen soll es gehen, etc. Diese Dinge sind wichtig und sollten beachtet werden.


2. Messen
Ich hatte selbst schon das Vergnügen, für mein Unternehmen auf einer Messe Interessenten informieren zu dürfen. Es hat wirklich Spaß gemacht, aber auch gezeigt, dass viele Jugendliche noch gar nicht wissen, worauf sie sich dabei einlassen würden.
Wenn ihr also offene Fragen habt und die gerne vor Ort geklärt haben wollt, dann ist eine Abi-Messe optimal. Dort sind viele Leute aus der Praxis, die nur allzu gern von ihrem Alltag erzählen. 
Natürlich wird man euch nicht ohne Nachfrage von den vielleicht negativen Aspekten des Studiums erzählen. Es sollen schließlich auch Leute gelockt und nicht abgeschreckt werden. Doch wenn ihr direkt fragt, was aus Sicht der Beteiligten z.B. in der Berufsakademie besser gemacht werden könnte, werdet ihr garantiert ehrliche, sinnvolle Antworten erhalten. 
Auf solchen Messen stellt sich eine Vielzahl von Betrieben vor und wer Interesse hat, findet garantiert schon eine kleine Auswahl solcher, die infrage kommen können.


3. Sonstige
Nicht im Internet und nicht auf einer Messe? Wie dann?
Zum Beispiel indem ihr in diesem Betrieb schon vorher gearbeitet habt, beispielsweise eure Ausbildung dort gemacht und nun weiter dort arbeiten wollt, aber auch gern die Zusatzqualifikation des Bachelors erhalten wollt. 'Nichts leichter als das' wäre zwar eine Lüge, aber(!) es geht.
Hierbei müsst ihr euren Betrieb auffordern, sich bei der entsprechenden Berufsakademie einen Studienplatz für euch zu sichern (wie erwähnt immatrikuliert die Firma euch). Die BA hat dann einige Auflagen, die euer Betrieb erfüllen muss - diese unterscheiden sich je nach Berufsakademie. Auf Nachfrage sind sie allerdings zu erfahren. Und dann steht euch nichts mehr im Wege.
Dieser Weg ist mit mehr Bürokratie verbunden, aber man spart sich den kompletten Bewerbungsstress.


Die Vorauswahl der möglichen Betriebe solltet ihr euch noch nicht zu schwer machen: überlegt, an welchen Standort ihr gern möchtet, ob ihr gern in eine bekannte Firma wollt und was euch sonst wichtig wäre.
Es ist kein Problem, eine Menge Bewerbungen zu verschicken  - solange ihr auch bereit seid zu den entsprechenden Terminen zu fahren, bzw. gewissenhaft und rechtzeitig abzusagen, wenn ihr es euch anders überlegt. Es ist schließlich auch möglich, dass einige Firmen erst sehr spät oder gar nicht antworten.




Zum Übersichtspost geht es hier.